Verwandlung ist ein leises Versprechen und zugleich eine kraftvolle Bewegung. Sie beschreibt nicht nur den sichtbaren Wandel der Formen, Farben und Materialien, sondern auch jene inneren Prozesse, die oft im Verborgenen geschehen – Zweifel, Mut, Neugier und das beharrliche Suchen nach neuen Ausdrucksweisen.
In der Kunst ist Verwandlung nie abgeschlossen. Jeder Pinselstrich, jede Linie, jede Entscheidung trägt die Möglichkeit in sich, etwas zu verändern – die Perspektive, die Wahrnehmung, vielleicht sogar den eigenen Blick auf die Welt. Manchmal beginnt Verwandlung mit einem kleinen Impuls, manchmal mit einem Bruch, manchmal mit einem stillen Innehalten. Immer aber bedeutet sie Bewegung.
Die Künstlerinnen und Künstler des Kulturvereins Puchheim e.V. nähern sich diesem Thema auf sehr persönliche Weise. Ihre Werke erzählen von Übergängen und Entwicklungen, von Auflösung und Neubeginn, von Identität und Veränderbarkeit. Materialien begegnen einander, Techniken verbinden sich, Grenzen werden überschritten – nicht als Selbstzweck, sondern als Einladung, vertraute Wege zu verlassen und neue Räume zu betreten.
So entsteht ein vielstimmiger Dialog über Transformation: im Künstlerischen, im Menschlichen, im Gesellschaftlichen. Die Ausstellung möchte sichtbar machen, dass Verwandlung nicht nur ein Zustand ist, sondern ein Prozess, der uns alle betrifft – leise, stetig, manchmal überraschend.
Vielleicht ist Verwandlung nichts anderes als die Kunst, immer wieder neu zu sehen. ✨
Wir laden Sie herzlich ein, diese unterschiedlichen künstlerischen Positionen zu entdecken und sich von der Vielfalt der Perspektiven inspirieren zu lassen.
Das Mitglied des Puchheimer Kulturvereins Konrad Bogner zeigt mit seinen beiden Kunstkollegen vom Förderverein Kultur Olching e.V., Giorgio Di Bernardo und Sebastian Fink, mit Bildern, SW-Fotografien und Objekten, wie vielfältig Kunst sein kann.
Konrad Bogner zeigt sein mannigfaltiges Schaffen in Form von meist abstrakten Arbeiten. Sein Schwerpunkt liegt zurzeit auf der Gestaltung von Bildern mit Stahl-, Kupfer-, und Zinkblechen, welche mit verschiedenen Säuren behandelt wurden.
Die SW-Fotografien von Sebastian Fink zeigen eine feine und dennoch plastische Wiedergabe dessen, was er beim Fotografieren empfunden und gesehen hat. Jede Fotografie erhält eine zum Motiv und der Lichtstimmung passende Entwicklung in der digitalen Dunkelkammer.
Giorgio Di Bernardo erschafft aus gesammelten Naturmaterialien und entsorgten Utensilien unserer Wegwerfgesellschaft abstrakte Objekte und Skulpturen. Die Werke entstehen nach einem gewissen Zufallsprinzip, je nachdem wie sich Materialien miteinander kombinieren, oder vorgegebene Strukturen ausarbeiten lassen.
